BOOK REVIEW: Kiss me in New York von Catherine Rider

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Autor: Catherine Rider
Titel: Kiss me in New York
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 03. Oktober 2016


Heiligabend, JFK-Flughafen, New York. Charlotte ist gerade wieder solo. Nach einem Auslandsjahr wurde sie von ihrem amerikanischen Boyfriend abserviert und will nun nichts mehr, als in den Schoß der Familie nach London zurückzukehren. Dann wird ihr Flug verschoben und Charlotte ein Hotel-Gutschein in die Hand gedrückt. Geht es noch schlimmer? Ja, geht es: Anthony will seine Freundin vom Flughafen abholen, doch die macht dort kurzerhand vor aller Augen mit ihm Schluss. Da hat Hardcore-Optimistin Charlotte eine Idee: Wieso verbringen sie und Anthony nicht gemeinsam mit ihrem neuen Ratgeber: Wie man in zehn Schritten über seinen Ex hinwegkommt den Heiligabend? Doch aus unbeschwertem Spiel wird bald romantischer Ernst.

[Quelle: http://www.goodreads.com]


GermanWeihnachten in New York, was gibt es schöneres? Für mich definitiv nichts. Diese zwei Dinge sind alles was es braucht, mich dazu zu bringen, ein Buch zu lesen. Sobald New York auf dem Cover steht oder das Buch in New York spielt, kaufe und lese ich es ohnehin. An dieser Stelle daher noch mal vielen vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung diese Rezensionsexemplars im Austausch gegen eine ehrliche Rezension.

Dieses Buch ist ein richtiger Leckerbissen für jeden New York Fan und auch große Weihnachtsfans bleiben hier nicht auf der Strecke. Ihr sucht noch das passende Buch, um euch so richtig schön in Weihnachtsstimmung zu bringen? Dann ist „Kiss me in New York“ genau das Richtige für euch.

Nachdem Charlotte von ihrem amerikanischen Freund verlassen wird, möchte sie so schnell wie möglich zurück nach Hause nach England, weg von dem Ort, der sie immerzu an das erinnert, was sie einmal mit ihrem Freund hatte. Sie möchte zurück zu ihrer Familie, um mit ihr Weihnachten zu verbringen, doch das schlechte Wetter macht ihr einen Strich durch die Rechnung und sie ist erst einmal gestrandet am JFK Flughafen mitten in New York und das auch noch an Heilig Abend. Zusätzlich muss sie dann auch noch mit ansehen, wie vor ihren Augen ein Junge von seiner Freundin verlassen wird – für einen anderen. Zufällig kommt sie dann mit genau diesem Jungen namens Anthony ins Gespräch und beschließt, ihren letzten Tag in New York mit ihm zu verbringen. Zwei leidende Jugendliche mit einem gebrochenen Herz auf der Suche nach ein wenig Ablenkung. Die richtige Ablenkung bietet dann ein Ratgeber mit 10 Schritten, die angeblich dazu führen sollen, den oder die Ex zu vergessen. Und da Charlotte vorläufig ohnehin erst einmal noch in der Stadt die niemals schläft gestrandet ist, macht sie sich gemeinsam mit Anthony zurück in das verschneite Manhattan.

Die „Reise“ der beiden führt uns an ganz unterschiedliche Orte in New York. Alle diejenigen, die schon mal dort waren, kennen vielleicht ein paar der Orte, andere wiederum erkunden diese wundervolle Stadt auf diese Art und Weise zum ersten Mal. Es ist wie eine Schnitzeljagd, die uns einmal quer durch die großartigste Stadt der Welt führt. Für mich fühlte es sich an, wie Nachhausekommen. Ich habe mich selbst in Charlotte gesehen, denn auch ich habe ein Auslandsjahr in New York verbracht, auch ich habe dort eine Liebe gefunden und wieder verloren und auch ich habe damals Trost gesucht, allerdings nicht abseits von New York, sondern genau dort.

Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, die beiden Hauptprotagonisten beim Erfüllen der 10 Aufgaben zu begleiten. Während sie einen Schritt nach dem anderen abarbeiten, lernen sie sich besser kennen, kommen sich sogar näher und erleben genau den Zauber, von dem man an Weihnachten immer spricht.

Ich persönlich mochte die Charaktere sehr gerne. Charlotte wirkte zwar hin und wieder recht naiv (kein Wunder, sie ist ja auch erst siebzehn), auf der anderen Seite allerdings auch sehr erwachsen, was einige diverse Dinge anging. Charlotte hat ein Herz aus Gold, ebenso Anthony, der sich anfangs etwas schwerer damit tut, sich richtig mit Charlotte anzufreunden, was womöglich daran liegt, dass bei ihm die Trennung noch sehr frisch ist. Doch mit der Zeit wird auch er dann endlich warm mit ihr und gemeinsam verbringen sie einen wundervollen Tag/Abend, vertrauen sich Geheimnisse an, die sie ihren Freunden oder Familien niemals anvertrauen könnten, brechen ein paar Regeln und Gesetze und helfen nicht nur sich selbst mit diesen zehn Schritten, sondern auch den Menschen um sich herum.

Die Freundschaft zwischen den beiden entwickelt sich langsam, anfangs recht holprig, allerdings in genau dem richtigen Tempo. Das Ganze wirkt also nicht aufgesetzt, sondern ziemlich real – was man von dem Ende allerdings nicht behaupten kann. Das Ende war zwar unglaublich romantisch, hat dann aber doch noch mal richtig reingehauen: Schnulzalarm hoch 10. Das ging dann selbst mir als hoffnungslose Romantikerin einen Ticken zu schnell. Wobei ich sagen muss, dass die Location (Empire State Building bei Nacht) für das Ende tatsächlich ausgezeichnet gewählt wurde.

Dieses Buch ist kein Meisterwerk, dennoch hat es mich wirklich sehr berührt und mir unglaublich viel Freude bereitet. Als ich auf der Arbeit war, musste ich die ganze Zeit an das Buch denken und konnte es kaum erwarten, endlich nach Hause zu kommen, um weiterzulesen, was bedeutet: Ich habe das Buch tatsächlich geliebt, bis auf die paar wenigen Ecken und Kanten, die das Buch in seiner Wertung dann leider auch einen Stern gekostet hat.

Es hat mir unglaublich gut gefallen, dass hier nicht nur die Charaktere und ihre vermeintliche Romanze im Vordergrund standen, sondern auch New York als eine magische, wundervolle Stadt, die so viel mehr zu bieten hat, als ein paar Hochhäuser, gelbe Taxen, Imbissbuden und merkwürdige Gerüche. Im Jahre 2010 habe ich mein Herz an diese Stadt verloren und ein Buch zu lesen, dass in New York spielt fühlt sich einfach immer so an, als würde ich nach Hause kommen, auch wenn es mir jedes Mal aufs Neue Herz und Seele zerreißt, wenn mir klar wird, dass ich nicht dort bin, sondern hier.

Für Zwischendurch ist dieses Buch absolut perfekt – auch um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Auch alle New York Fans kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Von mir eine klare Empfehlung – allerdings sollte man kein literarisches Meisterwerk erwarten.

vier

 

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