BOOK REVIEW: Als ich dich suchte/Vanishing Girls by Lauren Oliver

 

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ACHTUNG! REZENSION ENTHÄLT SPOILER!

 

Zuallererst möchte ich mich ganz herzlich bei dem Carlsen Verlag bedanken für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Was mich in erster Linie neugierig gemacht hat auf dieses Buch? Die Tatsache, dass es in Lauren Olivers neuestem Roman um die Beziehung zwischen zwei Schwestern geht. Zwar habe ich keine Schwester, allerdings einen kleinen Bruder und wir stehen uns sehr nahe und da ich bisher noch nie ein Buch gelesen habe, dessen Storyline sich hauptsächlich auf die Beziehung zwischen zwei Geschwistern konzentriert, war ich absolut gespannt und habe mich wirklich riesig auf dieses Buch gefreut. Wieso mich das Buch am Ende dennoch nicht so richtig überzeugen konnte, könnt ihr nun in meiner Rezension nachlesen:


Autor: Lauren Oliver
Titel: Als ich dich suchte
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 01. Februar 2017


Die beiden Schwestern Nick und Dara sind grundverschieden und doch unzertrennlich. Bis Dara Nicks besten Freund Parker küsst. Bis zu dem Autounfall, bei dem Dara im Gesicht verletzt wird. Seitdem sprechen die Schwestern nicht mehr miteinander. Als Dara an ihrem Geburtstag spurlos verschwindet, glaubt Nick zuerst an einen dummen Scherz. Doch Dara ist schon das zweite Mädchen, das in der Gegend verschwunden ist. Nick spürt, dass ihre Schwester in großer Gefahr ist und dass sie sie finden muss – bevor es zu spät ist.

[Quelle: http://www.goodreads.com]


GermanFangen wir diese Rezension doch damit an, dass ich – obwohl ich das Buch komplett gelesen habe und meine Aufmerksamkeit während des Lesens auch zu 90 % nur dem Buch galt – habe ich nach wie vor absolut keine Ahnung worum es in diesem Buch eigentlich geht.

Dara und Nick standen sich sehr nahe, bis Dara schließlich in die Pubertät kam und sich plötzlich aufführte – um es mit Nicks Worten zu sagen – wie eine Schlampe. Während Nick die Gute von den beiden ist, immer zu Hause, immer nett und freundlich und immer das Richtige tut, ist Dara das „Bad Girl“. Sie ist mit zu vielen Jungs gleichzeitig involviert, ist Schuld daran, dass die Freundschaft zwischen Nick und Parker in die Brüche gegangen ist, geht zu zu vielen Partys, trinkt zu viel Alkohol, raucht Gras und Zigaretten und ist – wie man sieht – genau das, was man eben als ein typisches „Bad Girl“ bezeichnen würde. Ich bin mir sicher, Nick möchte nur das Beste für ihre Schwester. Sie ist immerhin das gute, brave Mädchen von nebenan, das immer auf ihre kleine Schwester aufpasst – allerdings hat sie so viele Dinge getan, die absolut unterste Gürtellinie sind, was sie in meinen Augen eher zu einer verrückten Stalkerin macht, also zu einer besorgten großen Schwester.

Und seien wir mal ehrlich, die Wendung am Ende war absolut zu erwarten. Es war – um ehrlich zu sein – der erste Gedanke den ich hatte, nachdem ich die ersten paar Kapitel gelesen hatte. Ich kann noch nicht einmal erklären, wieso mir dieser Gedanke kam doch am Ende lag ich damit vollkommen richtig. Es ist einfach nicht mehr so originell und neu, wie es vielleicht vor ein paar Jahren noch gewesen ist, zumindest nicht für diejenigen, die ohnehin sehr viele psychologisch angehauchte Thriller oder Krimis lesen. Selbst für mich war das Ende ziemlich offensichtlich und vorhersehbar und das obwohl ich in diesem Genre eigentlich gar nicht so bewandert bin. Okay, je mehr ich darüber nachdenke, desto bescheuerter wirkt das Ganze auf mich. Im Grunde lässt diese Wendung am Ende so viele Fragen offen und je weiter man in der Geschichte gedanklich noch einmal zurückreist, desto klarer wird einem, dass so viele Dinge absolut gar keinen Sinn ergeben.

Als ich dich suchte ist mein zweites Buch von Lauren Oliver. Vor einigen Jahren einmal habe ich Delirium gelesen und war schon damals kein großer Fan ihres Schreibstils muss ich gestehen und auch bei diesem Buch – auch wenn viele sagen, dass sich ihr Stil und ihre Art zu Schreiben seit ihrem ersten Buch ziemlich verbessert hat – habe ich während des Lesens eine immer größer werdende Abneigung gegen ihren Schreibstil entwickelt. Manche Sätze sind einfach so merkwürdig aufgebaut, dass sie kaum einen Sinn ergeben und sie benutzt die merkwürdigsten Vergleiche. Hier musste ich bei der bildlichen Vorstellung ihrer Aussagen mehr als einmal laut los lachen. Meistens jedoch haben die Zusammenhänge einfach keinen Sinn ergeben, zumindest nicht für mich und alles wirkte so konfus und durcheinander.

Es ist mir wirklich ausgesprochen schwergefallen, wirklich in diese Geschichte einzutauchen da ich erstens, den Schreibstil ganz und gar nicht mochte und zweitens, es meiner Meinung nach richtig langweilig war.

Auch mit den Charakteren bin ich leider gar nicht warm geworden. So oft wurde in dem Buch erwähnt, wie nahe sich die beiden Schwestern stehen und dass sie die besten Freundinnen auf Erden seien, doch ganz ehrlich? Wieso um Himmels Willen würde man sich in das Zimmer der eigenen Schwester, der angeblich besten Freundin – wie es ja so oft beteuert wurde – schleichen um ihr Tagebuch zu lesen? Nick hatte hier absolut keinen Respekt vor der Privatsphäre ihrer Schwester und die angeblichen Sorgen, die sie sich um Dara macht, entschuldigen ebenfalls nicht, dass sie einfach so in ihrem Zimmer herum schnüffelt und ihre Privatsphäre quasi mit den Füßen tritt. Was ich auch absolut nicht mochte war die Tatsache, wie neidisch die beiden aufeinander waren. Ja sicher, ich kann mir vorstellen, dass es zwischen Schwestern eventuell mal zu Neid kommen kann, insbesondere dann, wenn sie vom Alter her so nahe beieinander liegen wie Dara und Nick, doch nachdem so häufig erwähnt wurde, dass sie nicht nur Schwestern, sondern auch beste Freundinnen sind, hätte ich ein bisschen mehr Freundschaft erwartet bzw. ein bisschen mehr Geschwisterliebe, doch da war nichts. Alles was ich sehen konnte war Hass und Neid und Wut aufeinander. Ich meine wieso in Gottes Namen sollte man was mit dem Freund der eigenen Schwester anfangen? Wieso? Wieso tut man so etwas der eigenen Schwester an?

Obwohl Dara hier als das “Bad Girl” dargestellt wird und wohl diejenige sein soll, die man weniger mag, während man Feuer und Flamme sein sollte für Nick, die ja immer alles richtig macht bla bla blubb muss ich zugeben, dass – obwohl ich beide Mädchen kaum ausstehen konnte – definitiv mehr Sympathien für Dara übrig hatte, als für Nick. Nick würde ich weder als Schwester, noch als Freundin wollen – wenn man so eine Schwester hat, braucht man keine Feinde mehr. Sie engt einen total ein, stalkt Dara ja schon fast was total unheimlich ist. Auch die Romanze empfand ich als super unromantisch und langweilig und irgendwie auch ein bisschen eklig, wenn man überlegt, dass es eigentlich eine Dreiecksbeziehung war zwischen zwei Schwestern und ihrem besten Freund; vielleicht sogar auch zwischen drei Geschwistern, wenn man überlegt, wie lange sie sich schon kennen und wie nahe sie sich stehen. Ihrem Verhalten nach zu urteilen, haben sie sich teilweise tatsächlich wie Geschwister aufgeführt.

Und Parker? Was bitteschön ist Parker für ein Idiot? Er war nie in Dara verliebt, sondern eigentlich die ganze Zeit über in Nick verknallt und anstatt Nick die Wahrheit zu sagen, fängt er lieber was mit ihrer Schwester an und erzählt Nick dann hinterher, dass alles ein Fehler war und er jetzt – auf gut Deutsch gesagt – nicht weiß, wie er aus der Sache wieder raus kommt? Was zum Teufel läuft nur falsch mit manchen Leuten? Dara erwischt ihre Schwester und ihren Freund dabei, wie sie im Auto rumknutschen, sie wird sauer, steigt trotzdem in das Auto ihrer Schwester ein und fährt mit ihr mit, Nick fährt los, die beiden haben einen Streit, Dara bittet sie anzuhalten, dann haben sie einen Unfall und Dara stirbt und am Ende kommen Nick und Parker tatsächlich zusammen? Das beweist nur noch einmal, dass die beiden sich unmöglich so sehr geliebt haben können, wie es in dem Buch immer hieß.

Je mehr ich über das Buch nachdenke, desto mehr frustriert es mich, wenn ich ehrlich bin. Ich wollte dem Buch ursprünglich zwei Sterne geben, doch jetzt, wo mir klar wird, dass mich eigentlich alles genervt und mir kaum etwas gefallen hat, tendiere ich eher dazu, es mit lediglich einem Stern zu bewerten.

Ich habe so lange gebraucht, dieses Buch zu beenden. Ich hatte absolut keine Lust, überhaupt weiterzulesen, weil es mich absolut gelangweilt hat. Und obwohl ich das Buch jetzt zu Ende gelesen habe, weiß ich immer noch nicht, worum es in dem Buch eigentlich geht. Nur um die beiden Schwestern und deren kaputte Beziehung zueinander? Und was hatte das Ganze mit dem verschwundenen Mädchen zu tun? Alles war so konfus und merkwürdig – irgendwie ist nichts passiert, aber irgendwie ist auch so viel passiert; so viel, dass eigentlich alles gar keinen richtigen Sinn ergeben hat. Und das Ende hat so viele offene Fragen zurückgelassen – im Großen und Ganzen ein wirklich sehr unzufriedenstellendes Ende. Da hätte ich mir wirklich mehr gewünscht.

Ich bin wirklich enttäuscht von diesem Buch. Ich habe so viel erwartet, insbesondere nachdem ich so viele positive Rezensionen gelesen habe, doch ich merke immer mehr, dass sich mein Lesegeschmack einfach absolut verändert hat und ich langsam aber sicher aus dem YA Genre herauswachse. Weder habe ich die Charaktere gemocht, noch die Storyline (sofern es überhaupt eine gab) und noch weniger den Schreibstil. Das Einzige was ich mochte waren die Artikel und die E-Mails, das hat etwas Abwechslung rein gebracht. Ansonsten ist mir dieses Buch wirklich nicht mehr Wert als einen Stern (ich konnte mich einfach nicht überwinden, doch noch zwei Sterne zu geben) und definitiv kein Buch, dass ich weiterempfehlen würde.

rating-1

 

REVIEW CONTAINS SPOILERS!

 

Thank you loads to the German publishers for sending me Vanishing Girls as a review copy in exchange of an honest review. What really intrigued me about this book in the first place? The fact that it’s about sister’s relationship. I don’t have a sister though but I have a little brother and we’re very close and I think I’ve never read a book that focused on the relationship of two siblings so that made me really curious and excited for this book.


author: Lauren Oliver
title: Vanishing Girls
publisher: HarperCollins
publication date: March 10, 2015


Dara and Nick used to be inseparable, but that was before the accident that left Dara’s beautiful face scarred and the two sisters totally estranged. When Dara vanishes on her birthday, Nick thinks Dara is just playing around. But another girl, nine-year-old Madeline Snow, has vanished, too, and Nick becomes increasingly convinced that the two disappearances are linked. Now Nick has to find her sister, before it’s too late. In this edgy and compelling novel, Lauren Oliver creates a world of intrigue, loss, and suspicion as two sisters search to find themselves, and each other.  

[source: http://www.goodreads.com]


 

USALet’s start this review off with saying that even though I read the whole book and paid pretty much attention to everything I have absolutely no idea what this book is actually about.

Dara and Nick were very close to each other up until puberty hit Dara and she started behaving like a slut, as Nick says. While Nick is the good girl, always at home, always nice, always doing the right thing, Dara is the bad girl. She has too many boyfriends, she ruined the friendship between Parker and Nick, she goes to too many parties, she drinks too much alcohol, she smokes weed and cigarettes and literally is just one of those girls you would call a ‘Bad Girl’ without even hesitating a second. I’m sure Nick only wants the best for her sister. I mean she’s the good girl here, right? Always looking after her little baby sister but she’s done some things that are absolutely unacceptable – for example reading your sisters diary.

Let’s be honest, the twist in the end was to expect. It was actually the very first thing I thought of after reading like the first couple of chapters. I can’t even explain why, it just occurred to me and obviously I was right. This just isn’t as original or different as it used to be a couple of years ago. There was nothing really new about it, at least not for someone who’s read a lot of psychological thrillers but even for me the ending was pretty obvious and I haven’t read many of these kinds of books yet, only a few. Okay, now when I think about it actually that twist was pretty stupid and leaves so many loopholes in the book, like what the heck? It just does not make any sense. Nothing really makes sense.

That is my second book by Lauren Oliver. I also read Delirium a few years back and have to say that I never really was a big fan of her writing and now, after reading Vanishing Girls – although many say that she’s improved a lot since her first book – I’ve developed more and more of a dislike for her way of writing. Some things just didn’t make sense at all and some of her sentences are just so weird and absolutely made me cringe. It was really hard for me to focus because the way she built her sentences was so messed up sometimes.

I had a hard time trying to fully dive into the story because 1. I didn’t like the writing much and 2. it was absolutely boring.

I also didn’t like the characters – at all. I mean I lost track on how many times the book told us that Dara and Nick were/are best friends so why would you – for Christ sake – sneak into your sisters; your best friends room, to read her freaking diary EVERY DAY? Who gave you the permission to violate your sister’s privacy like that? I mean why would you do that to your best friend? Also I hated how jealous they were. Sure, I understand, maybe sisters might get jealous from each other, especially when they are the same age but this was just too much. Even though it was mentioned in the book all the time how close they were, there was no friendship at all. All I could see was hate and jealously but no love. And how on earth could you kiss the person your SISTER is in a relationship with? How could you?

Both characters were absolutely unlikeable. Even though Dara is the ‘bad girl’ here I liked her a lot better than Nick. Somebody just seriously needs to kick Nicks butt. I wouldn’t want to have her as my sister, not even as my friend. She’s such an awful character and also the romance was so annoying. There was nothing romantic about it, nothing fun, nothing sweet, it was kind of disgusting to be honest, like a love triangle between two sisters and their best friend or even three siblings since sometimes they all behaved like all three of them were siblings.

And Parker? What a jerk, I mean he’s never been in love with Dara, but with Nick. But instead of telling Nick the truth, that he’s always been in love with her, he hooks up with her sister and then tells Nick that it was a mistake and that he wants to break up with Dara but he doesn’t know how to do it? What the hell is wrong with you people? And in the end, after Dara’s death they even end up together? I mean Dara caught them kissing so she got mad, she got in her sisters car, her sister started driving, they had a fight, Dara told Nick to stop but she didn’t, they had an accident and Dara died and in the end, Nick and Parker end up together? I just don’t know what to say this is so stupid and again proves that there’s never been any friendship or love between the two sisters I mean who would do that to their sister? And why the heck Nick didn’t you just stop when Dara told you to?

The more I think about the book, the more it frustrates me to be honest. I wanted to give it two stars but now I’m thinking about giving it only one star because actually there’s nothing I enjoyed; nothing I really liked.

It took me so long to finish the book; I had absolutely no intention to continue reading. It just bored the hell out of me; still I have absolutely no idea what the book is supposed to be about. The sisters relationship? The girl who went missing? What has that all to do with it anyway? It’s just weird though I’ve never felt that confused after finishing a book. I have no idea what I just read; nothing really happened but then again so many things happened, things, that didn’t make sense at all, things that probably only happened in Nicks head anyway. What was real? What was just her imagination? There are so many unanswered questions. This is such an unsatisfactory  ending.

I’m very disappointed. I’ve expected so much more from this book; I saw people bragging about it and when it got finally released here in Germany I was so happy when I received a review copy from the German publisher but no – just no. I didn’t like the characters, didn’t like the plot (if there even is one), didn’t like the setting, didn’t like the writing – I did like the articles and emails though but that’s about it. Maybe I’m just outgrowing YA; maybe I’m just getting too old for these kinds of books.

I’m very sorry but this is only a one star read for me and definitely no book I would recommend.

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Ein Gedanke zu “BOOK REVIEW: Als ich dich suchte/Vanishing Girls by Lauren Oliver

  1. Hey Ivy.

    Danke für die Zusammenfassung und den ehrlichen Kommentar. Nicht so viele haben das Buch so mies bewertet.
    Die Story ist ja auch gut und mal was anderes. Doch das Lesen ist eine echte Qual 😉😂

    LG Andreas

    Gefällt mir

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