Schreibtipps #1: Wie nenne ich meine Charaktere?

Hallo meine Lieben,

da nicht nur das Lesen zu einer meiner größten Leidenschaften gehört, sondern auch das Schreiben, habe ich mir überlegt, euch auch hier etwas über meine Projekte zu erzählen, um mich besser mit euch austauschen zu können; euch einen kleinen Einblick in meine Schreibwelt zu offenbaren und hoffentlich jede Menge Tipps auszutauschen. Passend dazu gibt es auch einen extra Account auf Instagram. Unter @ivys.buchstabenzauber werdet ihr, ebenso wie hier, einige Informationen zu meinem Schreibverhalten und meinen Projekten finden. Ich hoffe auf einen regen Austausch und freue mich schon sehr auf eure Kommentare dazu 🙂

 

Wie nenne ich meine Charaktere?

Wie wählt ihr Namen für eure Charaktere aus? Habt ihr da ein spezielles Prinzip?

Ich persönlich versuche, Namen zu „sammeln“. Ich habe ein kleines Notizbuch, in dem ich sämtliche Namen aufschreibe, die mir gefallen, sei es nun, dass ich sie in einem Film oder einer Serie gehört habe, irgendwo draußen auf der Straße, in einem Geschäft, beim Arzt oder sonst wo. Wenn ich Zeitung lese und mir ein besonders interessanter Name ins Auge fällt, notiere ich ihn ebenfalls direkt; dasselbe gilt für Namen, die ich im Radio höre, in der Werbung, im Fernsehen, etc. pp. Ganz früher bin ich sogar immer die Fernsehzeitungen durchgegangen und habe nach interessanten Namen gesucht. Heute mache ich das allerdings nicht mehr. Wenn heute Not am Namen ist, nehme ich auch ganz häufig das Stammbuch unserer Familie zur Hilfe oder aber ganz einfach und bequem: das Internet. Hier gibt es so viele Foren und Websites mit Babynamen, inklusive Bedeutung, etc. hier wird man eigentlich immer fündig. Manchmal, wenn mir nicht direkt ein passender Name einfällt, mir die Ideen aber so in den Fingern brennen, dass ich sie unbedingt aufschreiben muss, nenne ich meine Charaktere auch ganz gerne einfach XY. Später, wenn ich den Text dann nochmal durchgehe, versuche ich dann passende Namen zu finden. Wie geht ihr bei der Namensgebung eurer Charaktere vor? Schreibt es mir doch in den Kommentaren. Bis dahin, folgen jetzt ein paar Tipps von mir:

Passt die Namen dem Charakter eurer Figur an

Ich persönlich versuche immer, den Charakter einer Figur in dem Namen widerspiegeln zu lassen. Wenn er z. B. ein Krieger ist, ein „harter Kerl“ auf gut Deutsch gesagt, suche ich nach sogenannten „Badass“ Namen; nach starken Namen. Geht es um einen kreativen Charakter, versuche ich einen kreativen, vielleicht etwas ausgefalleneren Namen zu finden, ein Name der schön klingt; eben der das widergibt, was die Figur in seiner Personalität darstellt.

Achtet darauf, dass der Name nicht bereits einer berühmten Persönlichkeit gehört

Ihr solltet auf jeden Fall sicherstellen, dass der Name nicht irgendeiner berühmten Person gehört. Es kann schon mal passieren, dass, wenn man Vor- und Nachname zusammen würfelt, es eben genau diese Konstellation schon mal gibt. Sobald ich mich für einen Namen entschieden habe, google ich diesen für gewöhnlich immer, nur um sicherzustellen, dass er nicht schon einer berühmten Person gehört, die außer mir vielleicht jeder kennt. Jane Austen z. B. sollte man seinen Charakter nicht nennen, das nur als Beispiel.

Passt die Namen der Epoche an

Solltet ihr Geschichten in einer Zeit anders als die unsere schreiben, würde ich empfehlen, bezüglich Namen zu recherchieren, die damals üblich waren, natürlich auch angepasst an das Land bzw. den Kontinent, in dem die Geschichte spielen soll. Außerdem würde ich persönlich davon abraten, immer den erstbesten Namen zu nehmen, über den man stolpert. Nicht jeder Mann spanischer Herkunft heißt zum Beispiel Raoul, nicht jeder Franzose Jaques. Versucht hier ein bisschen kreativ zu sein, achtet aber darauf, dass die Namen trotz allem passen, nicht nur zum Charakter, sondern auch zur Geschichte.

Vermeidet Trends

Auf jeden Fall sollte man versuche, sogenannte Trends zu vermeiden. Nennt euren Vampir nicht Edward, schreibt keinen neuen Bösewicht mit dem Namen Damon, davon haben wir weiß Gott schon genug. Versucht eure Charaktere nicht nach solchen Figuren zu benennen, die bereits in aller Munde sind. Gerade bei Bösewichten kommt es mir vor, als würden hier ganz häufig immer dieselben Namen verwendet werden. Es gibt jede Menge starke, „böse“ Namen dort draußen, sehr gut geeinigt für Bösewichte, die noch nicht ausgelutscht sind.

Vermeidet zu ausgefallene Namen

Vermeidet zu ausgefallene Namen. Gerade im Genre Fantasy ist das ja nicht unüblich. Ich für meinen Teil mag es zum Beispiel gar nicht, wenn der Name gefühlt eine Zeile lang ist, ich eine halbe Ewigkeit brauche, bis ich ihn einmal gelesen habe und dann trotzdem keine Ahnung habe, wie man den Namen ausspricht. Es gibt super schöne ausgefallene Namen, ohne zu viel Schnick Schnack die gerade für das Fantasy Genre unglaublich gut geeinigt sind. Auch hier gibt es natürlich viele Hilfe im Internet. Oder kreiert eure eigenen Namen, indem ihr zum Beispiel zwei Namen zusammensetzt.

Vermeidet gleichklingende Namen

Vermeidet Namen, die alle gleich klingen. Damit meine ich zum Beispiel, nennt eure Charaktere nicht unbedingt Jake und Jack und Jane und James etc. pp. Es ist manchmal schon verwirrend genug, die Charaktere auseinanderzuhalten, besonders dann, wenn es sehr viele davon gibt, aber wenn sie dann auch noch alle ähnliche Namen haben, trägt das nicht gerade dazu bei, die Figuren auseinanderzuhalten. Selbst wenn ihr zum Beispiel vor habt, die Namen von Schwestern, Freunden etc. mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnen zu lassen (Beispiel hier wäre z. B. die Fernsehserie Charmed) achtet darauf, dass sie nicht zu ähnlich klingen.

Wählt passende Nachnamen

Bezüglich der Nachnamen sollte man darauf achten, dass man hier eventuell etwas mischt. Unbekannte/ausgefallene Vornamen plus einen bekannten/üblichen Nachnamen, oder eben umgekehrt. Das bringt etwas Dynamik rein und lässt den Namen weder „zu normal“ noch „zu merkwürdig/ausgefallen“ klingen. Trotzdem sollten sie natürlich zueinander passen, insbesondere vom Klang her. Hier kann es helfen, den Namen ein paar Mal laut auszusprechen, um sich selbst ein Bild davon zu machen, wie der Name klingt und ob man ihn in dieser Konstellation überhaupt mag. Manchmal sieht es geschrieben auf einem Stück Papier nämlich schöner aus, als er sich am Ende anhört.

 

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