Introvertiert – ein anderes Wort für Alleinsein?

Ich sitze alleine auf einer Parkbank, ein Buch in meiner Hand und lese. Ich genieße die letzten Sonnenstrahlen am Abend, vollkommen versunken in der Geschichte, die sich wie ein Film vor meinem geistigen Auge abspielt – das alles an einem Freitagabend, während andere draußen feiern, in einer Bar sitzen, Leute kennenlernen, um die Häuser ziehen …

Bedeutet die Tatsache, dass man ein Wochenende auch mal lieber alleine zu Hause verbringt, dass man introvertiert ist? Diese Eigenschaft wird gerade uns Bücherwürmern, uns „Nerds“ ja ziemlich häufig gerne mal aufs Auge gedrückt.

Vor nicht allzu langer Zeit, hat mich jemand gefragt, wie viele Freunde ich habe – ob ich viele Freunde habe. Ich musste tatsächlich einen Augenblick überlegen. Was bedeutet eigentlich viel? Sind fünf viel oder doch zehn? Sind zehn nicht schon zu viel? Oder kann man tatsächlich nie genug Freunde haben? Nur wenige Tage später bin ich über einen Online Artikel gestolpert mit dem Titel Ehrliche Menschen haben weniger Freunde. Ist das so? Schreckt Ehrlichkeit ab?

Ich wurde von meinen Eltern als sehr ehrlich erzogen. Ich sage das was ich denke, manchmal auch, ohne auch nur eine Sekunde vorher darüber nachzudenken – was nicht immer optimal ist. Ich bin ein sehr passionierter Mensch, egal ob ich mich freue oder wütend bin, die Emotionen sprudeln meist nur so aus mir heraus, was mir das Kontrollieren derselben nicht immer einfach macht. Ich gehöre zu den Menschen die,, wenn sie einen anderen nicht mögen, kein Interesse haben, Zeit mit diesen zu verbringen. Ich würde nicht behaupten, ich sei ein nachtragender Mensch, doch manchmal tun Menschen Dinge, oder es passieren Sachen, die nicht so leicht zu verzeihen sind, wie andere. Vielleicht schafft man es, der Person zu verzeihen, doch kann man wirklich je ganz vergessen? Manche Beziehungen und Freundschaften funktionieren einfach nicht mehr und ich bin da ganz ehrlich – ich sehe eben keinen Sinn darin, solche Freundschafen oder Bekanntschaften Aufrecht zu erhalten wenn, ganz grob gesagt, es ohnehin nur ein negativer Aspekt meines Lebens ist. Wieso also die Zeit, die ohnehin so kostbar ist, mit Menschen oder Dingen verschwenden, mit bzw. an denen man keine Freude hat? Ich würde also sagen ja, ich habe tatsächlich wenig Freunde; kann die wirklich guten Freunde an einer Hand abzählen. Ich verbringe nicht jedes Wochenende mit besagten Freunden, einige wohnen einfach zu weit weg; andere gehen arbeiten – die Terminpläne kollidieren viel zu oft, weshalb ich auch gerne an einem Wochenende mal zu Hause bleibe.

Manchmal brauche ich es, alleine zu sein. Ich brauche ein paar Stunden, die nur mir gehören, in denen ich ein Buch lese, einen Film schaue, ein paar alte Folgen meiner Lieblingsserie oder einfach nur zum Sport gehe oder draußen herum laufe mit einem Buch und meiner Kamera im Gepäck. Macht mich das gleich introvertiert, mithin in den vielen Augen anderer Menschen einsam? Ist man einsam, wenn man gerne alleine ist? Nein. Nur weil man alleine ist, bedeutet das nicht gleich, dass man einsam ist. Einsam ist man nur dann, wenn man sich einsam fühlt, wenn es mehr Dinge gibt, die einem im Leben fehlen, als man hat, sei es nun Freude oder Familie oder gar einen Partner.

Was genau bedeutet eigentlich introvertiert? Nach innen gekehrt sein, vor allem auf sich selbst und weniger auf andere Menschen orientiert sein. Trifft das auf mich zu? Ja, vielleicht, manchmal. Teilweise würde ich schon von mir behaupten, dass ich nach innen gekehrt bin, besonders wenn es mir schlecht geht, egal ob körperlich oder emotional. Ich ziehe mich dann gerne zurück und mache die Dinge mit mir selbst aus. Aber bin ich auch mehr auf mich selbst, als auf andere Menschen orientiert? In vielerlei Hinsicht schon. Ich reise für mein Leben gerne, lerne super gerne neue und interessante Menschen kennen – im Prinzip habe ich sehr gerne mit Menschen zu tun, wenn sie einander mit Respekt behandeln. Wenn sie das nicht tun, fahre ich schon mal ganz gerne meine Scheuklappen runter, wünsche mich zurück in das Buch, das ich gerade lese und verfluche meinen Entschluss, vor die Tür gegangen zu sein. Das Leben ist manchmal scheiße, ebenso sind es die Menschen, man muss sich einfach klar machen, dass es unter all den schwarzen Schafen, auch jede Menge weiße gibt. Freundliche, zuvorkommende, hilfsbereite Menschen mit denen das Zusammensein Spaß macht; die einen inspirieren, die das Leben mit all seinen Macken und Kanten akzeptieren und es noch ein bisschen schöner machen. Es gibt sie, diese Menschen, man muss sie nur finden und gerade das ist es, was heutzutage nicht immer sehr einfach ist. Und wenn man sie dann gefunden hat, sollte man sie nie wieder los lassen.

Um noch einmal zur Eingangsfrage zurückkommen: Ist introvertiert ein anderes Wort für Alleinsein? Nein. Denn man ist nur dann alleine, wenn man sich auch so fühlt. Selbst alleine kann man ein erfüllteres Leben haben, als mit tausend Menschen um sich herum. Mich selbst würde ich als eine Mischung aus introvertiert und extrovertiert bezeichnen, mal so, mal so. Es kommt auf die Situation an, auf die Menschen, vor allen Dingen aber auch auf mein persönliches Empfinden und auf meine Laune.

Viele legen Introvertiertheit immer negativ aus. „Du bist zu viel drinnen, du hast zu wenige Freunde. Geh doch mal raus, hab Spaß. Lebe dein Leben.“ Meiner Meinung nach hat das eine mit dem anderen nichts zu tun, auch ein introvertierter Mensch kann gerne auf Reisen gehen, liebt und genießt das Leben. Vielleicht meidet er das Gespräch mit anderen Menschen, was allerdings nicht bedeutet, dass die Person einsam, traurig, arrogant etc. pp. ist. Vielleicht genießt dieser Mensch nur die Ruhe, das Schweigen, eben das Alleinsein denn auch das Alleinsein muss nicht immer negativ ausgelegt werden. Auch das Alleinsein hat etwas Gutes; hat seine Vorteile, meist auch etwas Befreiendes. Und ebenso hat auch die Introvertiertheit ihre Vorteile, ebenso wie sie extrovertierte Menschen haben. Introvertierte Menschen haben meist ein sehr ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, können mit Ruhe besser umgehen, haben viel Tiefgang, sind beharrlich und in vielen Dingen konzentrierter. Diesen Punkten gegenüber steht natürlich meist das Meiden von Kontakten oder auch die Angst. Alles hat Vor- und Nachteile. Die Mischung macht’s, wie man so schön sagt. Wieso immer nur schwarz und weiß denken? Das Leben ist voll mit so vielen verschiedenen Graustufen, das sollten wir nicht vergessen. Und nur weil jemand an einem Freitag lieber zu Hause sitzt und ein gutes Buch liest; vielleicht ein Glas Wein trinkt, macht ihn das nicht gleich zu einem einsamen Menschen.

18 Gedanken zu “Introvertiert – ein anderes Wort für Alleinsein?

  1. Hi Ivy,

    erstens finde ich den Beitrag sehr gelungen. Ich kann gute Freunde auch an einer Hand abzählen.
    Für mich besteht außerdem ein großer Unterschied zwischen allein und einsam sein. Allein sein bedeutet für mich, „die Akkus aufzuladen“. Dabei fühle ich mich wohl, ich bin lieber allein wie in einer Menschenmasse. Einsam sein wiederum ist dieses Gefühl, das man hat, wenn man sich in einer Menge befindet, aber trotzdem irgendwie allein ist. Beziehungsweise, wenn das Alleinsein zu viel wird.
    Und ich denke, das ist auch irgendwie das Ding, ein inteovertierter Mensch genießt das Alleinsein, aber nicht einsam sein. Und introvertiert zu sein, macht auch definitiv nicht automatisch einsam. Nur scheinen das manche Leute irgendwie nicht ao ganz zu begreifen…

    Liebe Grüße,
    Katja

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    • Hallo Katja,

      vielen Dank für dein Kommentar. Es freut mich sehr, dass du hier meiner Meinung bist. Ich finde auch, dass es noch viel zu viele Menschen gibt, die introvertiert sein, als negativ auslegen und nicht verstehen, dass Alleinsein nicht gleich bedeutet, dass man auch einsam ist – es kommt auf den Mensch an, auf seine Gefühle, das was er mag und nicht mag … Ich bin auch glücklich wenn ich alleine bin; ebenso glücklich bin ich, wenn ich mit meinem Freund oder Familie was unternehme. Allerdings brauche ich auch keinen anderen Menschen um überhaupt erst glücklich zu sein/werden und ich persönlich finde, dass das sehr wichtig ist. Man sollte sein Leben nie nur von anderen Menschen abhängig machen. ❤

      Ich wünsche dir einen tollen Tag!
      Ivy

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  2. Stimmt, es kommt auf die Situation an. Es gibt Phasen, in denen ich gerne in Gesellschaft anderer Menschen bin. Vorzugsweise Menschen aus meinem Freundeskreis, der ebenfalls zahlenmäßig überschaubar ist.

    Dann wieder gibt es Phasen, in denen ich es mit Hubertus Meyer-Burckhardt halte, der mal den schönen Satz gesagt hat: „Ich habe ein fast schon erotisches Verhältnis zum Alleinsein!“ 🙂

    Auch wenn viele Menschen Introvertiertheit als negativ auslegen: Ich finde, da gibt es kein „besser“ oder „schlechter“, das soll jeder halten, wie er oder sie will!

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    • Ich stimme dir zu 🙂 Vielen Dank für dein Kommentar. Am Ende kommt es ja ohnehin darauf an, wie man selbst am glücklichsten ist, richtig oder falsch gibt es in dieser Beziehung ohnehin nicht – ich finde es halt nur sehr schade, dass introvertierte Menschen von vielen anderen häufig als eben einsam hingestellt werden, obwohl sie es eigentlich gar nicht sind … man sollte für alles offen sein, auch dafür, dass es Menschen gibt, die Freitagsabends lieber zu Hause ein Buch lesen, anstatt eben der Star auf jeder Party zu sein. Es gibt solche und solche Menschen und das ist auch gut so 🙂 Ich finde jedenfalls, ein bisschen von allem ist glaub ich wirklich gut getroffen 🙂 So hat man von allem was mit dabei!

      Liebste Grüße
      Ivy

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  3. Liebe Ivy,
    ich erkenne mich in deinem Text total wieder.
    An meiner Seite und um mich herum brauche ich nichts und niemanden, das/der mich unglücklich macht, oder womit ich mich nicht wohl fühle.
    Und ich finde, alleine sein zu können, ist eine Ressource. Das kann nicht jeder, viele sind sich selbst nicht genug, sie langweilen sich und benötigen ständig Menschen um sich herum. Ich nicht.
    Ich bin total gerne alleine, weil ich es möchte, nicht weil ich es muss. Und ich glaube das macht den Unterschied zum einsam sein.
    „Du musst doch auch mal vor die Tür gehen“, du glaubst nicht, wie oft auch ich so etwas höre. Ich frage mich immer, wieso Menschen glauben, dass man nur dort ein schönes Leben haben kann. Dass man andere Menschen braucht, um Erfüllung zu erfahren. Bei mir kommt ja noch das Singledasein dazu – auch das noch! Aber auch ohne Partner bin ich total glücklich, kaum zu glauben für manch einen.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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    • Hallo Nicci,

      das freut mich wirklich sehr, dass du das ebenso siehst. Dann sind wir uns ja wirklich sehr ähnlich 🙂 Ich bin zwar kein Single, aber würde auch nicht sterben, wenn es so wäre. Was ich zum Beispiel auch hasse ist, wenn mich jemand anspricht und mich fragt, was ich am Wochenende vor habe, die Person statt „du“ aber immer „ihr benutzt“. „Was macht ihr, etc. pp.“ Ich bin ich, egal ob in einer Beziehung oder nicht, egal ob verheiratet oder nicht, ich bin ich und werde es immer sein. Ich finde das sollte man nicht vergessen. Natürlich gibt es Menschen, die immer Leute um sich brauchen, aber ich finde eine Mischung aus introvertiert und extrovertiert ist gar nicht so schlecht, denn jeder Mensch sollte auch mit sich alleine glücklich sein können; sich selbst lieben; sich so akzeptieren wie man ist. Ich finde das sehr wichtig … natürlich habe auch ich Tage an denen ich zum Beispiel total hibbelig bin und nervös werde, wenn ich nur zu Hause rum sitze. Dann muss ich raus, was erleben, was unternehmen, das geht aber auch gut alleine und dafür muss ich nicht erst eine Gruppe Menschen zusammentrommeln – aber genauso kann es auch mal der umgekehrte Fall sein, dass ich irgendwo bin und mich nur nach meiner Wohnung und meinem Lieblingsbuch sehne. Ich muss nicht jedes Wochenende weg sein, ich reise viel lieber, gehe auf Veranstaltungen wie Conventions oder Messen, da habe ich persönlich halt mehr von, als jedes Wochenende auf Tour zu sein 🙂 ❤ Aber wie gesagt, jeder soll natürlich so leben wie er das möchte. Ich finde es nur sehr schade, dass es meist immer irgendwie negativ ausgelegt wird, egal ob man jetzt zu Hause rum sitzt und nichts tut, oder schon das zweite oder dritte Wochenende in Folge auf Tour ist … man kann es den Leuten nie Recht machen und das obwohl es sie ja eigentlich gar nichts angeht!

      Liebste Grüße
      Ivy

      Gefällt 2 Personen

      • Ja, leider scheint das bei vielen der Fall zu sein. Es gibt dann statt einem Ich nur noch ein Wir, man bekommt entweder ein Doppelpack zu sehen oder gar keinen. Andersherum kenne ich auch sehr sehr viele, die ständig so antworten.. „Was hast du vor?“ – „WIR wollten ins Kino“… ahja..
        Ich finde es sehr angenehm, wenn man Menschen trotzdem auch mal ohne Partner zu Gesicht bekommt und die da nicht so völlig drin „versinken“, als wären sie alleine nichts mehr Wert.

        Genau so ist es! Ich finde eine Mischung auch gut. Manchmal kommt es mir auch in den Kopf und ich muss raus, vor die Tür, unter Menschen.. habe Redebedarf, möchte was unternehmen. Aber ich liebe es alleine zu sein, Ruhe zu haben und die Zeit für mich zu genießen, so wie ich es möchte.

        Da hast du recht, man kann es ihnen nie recht machen. Ich glaube, alles was irgendwie nicht den typischen Bild entspricht, verunsichert die Menschen und führt automatisch zu so doofen Kommentaren. Ich glaube leider auch, dass es manchmal was mit Neid/Missgunst zu tun hat. Wie so vieles im Leben, leider. Vielleicht wäre so manch einer auch gerne mal glücklich mit sich selbst, kann das aber nicht gut.

        Einfach leben und leben lassen. Wir schaden ja niemandem, wenn wir ein Wochenende lesend auf der Couch verbringen 🙂

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  4. Hallo Ivy
    Das hast du wirklich wundervoll gesagt, wobei ich auch sagen muss, dass das genauso gut auf uns extrovertierte zutrifft.

    Ich glaube das Phänomen dahinter besteht in der unterschiedlich Auffassung. Ich liebe es, auf Messen zu sein, mich mit Menschen zu unterhalten – mich auszutauschen.
    Gleichermaßen liebe ich es, einfach mal in meinen vier Wänden zu sein, zu lesen, Serien zu schauen und Hey ja, ich komme super mit mir zurecht.
    Ich brauche keine Leute oder Dinge im Leben, die mich runterziehen und muss noch oft raus gehen, um glücklich zu sein.
    Wie oft ich immer höre: Mensch, du bist 22, willst du nicht mehr erleben? Feiern und so?
    Mhm Nein, ich genieße mein Leben auch so ganz gut – jeder definiert es anders. Warum darf ich nicht mit mir alleine glücklich sein und wieso sagen andere meistens, man braucht jemanden oder etwas dazu?

    Genau das bringst du wunderbar auf den Punkt!
    Danke dafür ❤

    Alles Liebe,
    Anna

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    • Hallo Anna,

      jaaa genauso und nicht anders! Ich gehe für mein Leben gerne auf Messen, reise so unglaublich gerne, gehe gerne zu interessanten Veranstaltungen wo man einfach tolle Leute trifft, aber jedes Wochenende weg gehen, mich mit Freunden treffen? Das muss ich einfach nicht haben – ich finde es ist sehr wichtig, dass man sein Leben auch alleine genießen kann; dass man sein Leben nicht von etwas oder Jemandem abhängig macht. Ein guter Freund von mir ist nach der Scheidung von seiner Frau in ein so tiefes Loch gestürzt, dass er tatsächlich ärztlicher Hilfe bedarf, um wieder auf die Beine zu kommen weil er ohne seine Ex-Frau einfach keinen Sinn mehr in seinem Leben sah und so etwas finde ich sehr traurig, denn man kommt auch gut alleine klar – man muss nur lernen, sich selbst zu lieben; die Ruhe zu genießen und auch Spaß mit sich selbst zu haben denn das geht genauso gut, wie mit einer Gruppe Menschen! Es bedarf vielleicht einiges an Arbeit und manchmal braucht man vielleicht Hilfe, das zu sehen aber in meinen Augen ist das sehr wichtig. Egal ob verheiratet, in einer Beziehung oder Single – man ist ein eigenständiger Mensch und das sollte man nie vergessen. Eine Mischung aus beidem ist denke ich wirklich sehr gut, man macht mal dies, macht mal das – hat von allem etwas, kommt alleine klar, sehnt sich manchmal eben auch nach der Gesellschaft anderer Menschen ❤ Aber selbst wenn nicht, selbst wenn man nur introvertiert oder nur extrovertiert ist, ist das vollkommen in Ordnung, das bedeutet eben nicht unbedingt, dass man tatsächlich auch einsam ist, selbst wenn es vielleicht den Anschein macht – es bedeutet einfach, dass man sein Leben eben so lebt, wie man es für sich am besten empfindet!

      Danke für dein liebes Kommentar. Ich freue mich sehr, dass dir der Beitrag gefällt.

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

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  5. Super Artikel, liebe Ivy!
    Ich habe letztens auch mal einen Beitrag zu dem Thema verfasst, weil es mich aufgeregt hat, dass Introvertiertheit immer als etwas Negatives ausgelegt wird, für das man sich schämen sollte. Ich finde nämlich, dass es das absolut nicht ist. Jeder Mensch muss irgendwann seine Akkus aufladen. Manche tun das, indem sie sich viel mit Menschen umgeben, andere, indem sie Menschen meiden. Ich finde, mit sowas tut man niemandem weh und daher sollte jeder so leben dürfen, wie er es für richtig hält. Selbst bin ich natürlich auch introvertiert, sonst würde ich mich darüber nicht so passioniert aufregen 😀 Ich finde es einfach schade, dass Extrovertiertheit so glorifiziert wird und man als introvertierter Mensch gleich als schüchtern, langweilig, etc abgestempelt wird, denn, wie du richtig geschrieben hast, hat beides seine Vor- und Nachteile. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen den Mut finden zu sagen: Ich bin ein Intro und ich finde es toll 🙂
    Liebe Grüße und danke für den gelungenen Beitrag,
    Julie

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    • Liebe Julie,

      vielen Dank für dein liebes Kommentar. ❤ Dann werde ich mir deinen Beitrag zu dem Thema auf jeden Fall auch demnächst mal durchlesen 🙂 Ich stimme dir auch in allem zu was du sagst. Soll doch jeder so leben, wie er es möchte; wie es einem gefällt – es geht immerhin Niemanden etwas an 🙂 Ich finde es toll, dass es doch so viele Menschen gibt, die ebenfalls diesen Standpunkt vertreten ❤

      Ganz liebe Grüße
      Ivy

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  6. Danke Yvi, für so einen Einblick in deine Gefühlswelt.
    Auch ich kann, wie viele andere hier, nur sagen du sprichst wahre Worte.
    Ich bin gerne alleine, war aber nie einsam. Denn auch ein gutes Buch, eine tolle Serie oder ein fantastischer Film können Einsamkeit vertreiben.
    Danke das du dich mit solchen Themen beschäftigst und introvertierten Menschen, die sich oft mit so etwas konfrontiert sehen, Kraft und Verständnis entgegen bringst.
    Du bist eindeutig ein weißes Schaf 😉

    Desi

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    • Hallo Desi,

      danke dir tausend Mal für deine Worte, das freut mich sehr, rührt mich total und ich fühle mich wirklich geehrt, dass mein Artikel bei so vielen offenbar so gut ankommt. Es ist toll zu sehen, wie viele Menschen es gibt, denen es genauso geht – traurig und schade ist es allerdings, dass viele andere so etwas einfach nicht verstehen können oder möchten; dass besagte Menschen immer gleich davon ausgehen man wäre einsam und verlassen, hätte weder Familie noch Freunde nur weil man halt auch mal ganz gerne für sich selbst ist; alleine ist aber eben nicht gleich einsam!

      Danke für dein liebes Kommentar! Es freut mich, dass du mit mir übereinstimmst 🙂

      Liebste Grüße
      Ivy

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  7. Hey ivy 😄💓
    …. Danke für deinen ehrlichen Beitrag. Ich mag ehrliche Menschen und finde mich in einigen Punkten wieder.💓
    Es ist mir auch lieber wenn ich mit jemanden zusammen bin, der mich wirklich mag, anstatt die ganze Welt zu kennen, nur um present zu sein.
    Und was bringt einem überhaupt die Frage „Wieviele Freunde hast du?“ – Klingt ja so als müssten die Menschen, die solche Fragen stellen, sich miteinander messen. Völliger Quatsch, wenn du mich fragst 💓
    Und Alleinsein heißt für mich auch keinesfalls einsam sein… Ich genieße freie Zeit, die ich für mich und meine Hobbys nutzen kann😍… oder auch einfach mal um runter zu kommen😊.
    Bleib du toll wie du bist.. Liebe Grüße 💓

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    • Hallo du Liebe,

      danke für dein Kommentar! Finde ich auch, dass die Frage ohnehin von Vorneherein Quatsch war. Die Frage kam auf in einem Gespräch, in dem ich von Büchern erzählt habe, etc. pp. besagte Person meinte dann irgendwann ganz frech ob ich überhaupt Freunde habe und wenn ja, wie viele … totaler Schwachsinn. Aber es ist toll zu sehen, dass so viele Menschen mir in meiner Meinung zustimmen! Ich kann das was du sagst, auch wirklich nur so unterschreiben ❤

      Liebe Grüße
      Ivy

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  8. Ich habe nur eine einzige Freundin. Ich bin stolz darauf. Ich liebe sie. Und ich bin oft allein, habe es mir aber so ausgesucht. Die meisten sagen, ich verpasse so viel etc. Aber was verpasse ich? Betrunken sein? Filmriss? Sex mit irgendwelchen Typen? So was will und brauche ich nicht. Die Leute denken, ich bin unglücklich, aber das bin ich nicht. Ich wollte es so. Ich genieße es allein mit Büchern und dem Schreiben zu sein, meine Katze zu streicheln…

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    • Es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag gefällt und dem mit der Katze stimme ich zu haha 🙂 allerdings finde ich nicht, dass es bei extrovertierten Personen zum Beispiel darum geht, nur zu feiern, nur betrunken zu sein, etc. pp. Extrovertierte Menschen knüpfen eher Kontakte mit anderen Menschen, während introvertierte Personen ja lieber für sich sind, das kann aber auf so viele verschiedene Arten passieren. Ich zum Beispiel gehe super gerne tanzen und feiern, muss aber keine Millionen Menschen um mich haben oder den ganzen Abend in einer Gruppe sitzen, um mich zu unterhalten. Ich war auch schon ganz oft alleine abends weg, in einen Club, hab mir die Seele aus dem Leibe getanzt ohne den ganzen Abend auch nur ein Wort zu wechseln 🙂 ich gehe super gerne auf Reisen, aber auch mal gerne alleine, nur um für mich zu sein – oder eben mit meinem Partner oder Freunden und Familie, ich brauche aber selbst dann nicht immer Menschen um mich herum. Ich glaube es gibt so viele verschiedene Arten der Introvertiertheit und Extrovertiertheit, dass es eigentlich schon recht schwierig ist, das zu konkretisieren. Introvertiertheit bedeutet für mich nicht unbedingt nur zu Hause rum sitzen, einfach nur, dass man das Alleinsein genießt und niemand anderen braucht, um sich zu unterhalten oder unterhalten zu fühlen – wobei ich natürlich auch super gerne einfach nur zu Hause auf dem Balkon sitze, mit meinen Katzen, einer Tasse Kaffee und einem guten Buch ❤ Das Alleinsein, egal auf welche Art und Weise, kann unglaublich befreiend und erholsam sein und das finde ich so wichtig; wichtig den Leuten zu zeigen, dass introvertierte Menschen nicht bloß – auf gut Deutsch gesagt – "Stubenhocker" sind. Auch wir gehen vor die Tür, meiden nur häufiger den Kontakt zu anderen Menschen … aber selbst wenn nicht ist das auch völlig okay. Man sollte die Menschen so akzeptieren, wie sie sind

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